Baugenehmigungen in Berlin und Brandenburg 2011 deutlich gestiegen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, haben die Berliner Bauaufsichtsbehörden im Jahre 2011 insgesamt 3.549 Anträge für Bauvorhaben im Wohnund Nichtwohnbau genehmigt, 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Von den geplanten 7.358 Wohnungen (Vorjahr: 5.470) werden 5.604 Wohnungen neu gebaut, 44,1 Prozent mehr als 2010. Im Jahr 2011 wurden 3.519 Wohnungen, 72,3 Prozent mehr als im Vorjahr, als Einheiten in Mehrfamilienhäusern und 2 008 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern (+15,8 Prozent) geplant.
Aufgrund von Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, z.B. Dachgeschossausbau, werden dem Wohnungsmarkt weitere 1.754 Wohnungen zur Verfügung stehen (+11,0 Prozent gegenüber 2010). Wie vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter gemeldet, sind die meisten Baugenehmigungen in Berlin für Wohneinheiten in den Bezirken Pankow, Friedrichshain- Kreuzberg und Mitte erteilt worden. Im Berichtszeitraum wurden 271 Genehmigungen (Vorjahr: 300) für den Neubau gewerblicher Bauten mit einer Nutzfläche von 526.500 Quadratmetern erteilt. Die veranschlagten Kosten aller bis einschließlich Dezember 2011 genehmigten Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau betragen 1,8 Milliarden Euro, das ist ein Rückgang um 9,0 Prozent gegenüber dem Jahr 2010.
Deutliche Zunahme der Baugenehmigungen auch in Brandenburg
Die Brandenburger Bauaufsichtsbehörden haben im vergangenen Jahr insgesamt 8.156 Anträge für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau genehmigt, etwa ein Sechstel mehr als im Jahr 2010 (+16,5 Prozent), teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Zuletzt gab es im Jahr 2003 einen zweistelligen Zuwachs bei den Baugenehmigungen im Land Brandenburg. Von den geplanten 7 854 Wohnungen (Vorjahr: 6.779) werden 7.016 Wohnungen neu gebaut und durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, z.B. Dachgeschossausbau, werden dem Wohnungsmarkt weitere 838 Wohnungen zur Verfügung stehen. Die veranschlagten Kosten aller bis einschließlich Dezember 2011 genehmigten Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau betragen 1,9 Milliarden Euro, das ist ein Rückgang um 4,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2010.
Die meisten Baugenehmigungen für Wohneinheiten sind im Landkreis Potsdam- Mittelmark, in Potsdam sowie im Landkreis Dahme-Spreewald erteilt worden. Die Anzahl der genehmigten Neubauwohnungen stieg gegenüber 2010 stark an (+16,6 Prozent). 5.355 Wohnungen wurden als Einheiten in Ein- und Zwei-Familienhäusern, 1.556 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern geplant. Im Berichtszeitraum wurden 783 Genehmigungen (Vorjahr: 747) für den Neubau gewerblicher Bauten mit einer Nutzfläche von 773.900 Quadratmetern erteilt.

