Essen (in) – Der Essener Baukonzern Hochtief legt den Verkauf seiner Beteiligungen an sechs Flughäfen vorerst auf Eis. Wie die Wirtschaftszeitung “Financial Times Deutschland” (FTD) in ihrer Onlineausgabe berichtet, begründete ein Unternehmenssprecher die Verzögerung damit, dass das Marktumfeld schwieriger als erwartet sei. Für Deutschlands größten Baukonzern bleibe der Verkauf der Hochtief Airports strategisches Ziel.
Hochtief hatte noch im November 2011 mitgeteilt, dass intensive Verhandlungen geführt werden und das Unternehmen zuversichtlich sei, die Transaktion in naher Zukunft abzuschließen. Es jedoch möglich sei, dass die makroökonomische Situation zu Verzögerungen beim Verkauf der Flughafen-Sparte führen könne und nicht mehr – wie angekündigt – im Geschäftsjahr 2011 erfolgt. “Die Bieter haben nach wie vor großes Interesse an unserer Flughafensparte. Umsätze und Fluggastzahlen sind an unseren Airports im laufenden Geschäftsjahr angestiegen”, so Hochtief-Chef Frank Stieler im November.
Hochtief hatte den Verkauf an den französischen Baukonzern Vinci oder den chinesischen Logistikriesen HNA eigentlich noch im letzten Jahr abschließen wollen und auf einen Verkaufserlös von bis zu 1,5 Milliarden Euro gehofft. Der Milliarden-Deal hätte den Aktionären eine Sonderausschüttung ins Portemonnaie gespült.
