Bilanz 1. Halbjahr 2012 Dresdner Büroflächenmarkt: „Gut platziert in der 1. Liga der mittelgroßen Bürostandorte – Spitzenmiete steigt”. Nachdem am Dresdner Büroflächenmarkt drei Jahre in Folge (2008 bis 2010) stets Flächenrekorde vermeldet wurden, konsolidiert sich der Büromarkt zunehmend: Im 1. Halbjahr 2012 wurde in Dresden – wie im Vorjahreszeitraum – ein Flächenumsatz von rund 29.000 qm registriert. Das sind geringfügig weniger als im Mittel der vorangegangen 5 Halbjahre (Ø 1 Hj. 2007 bis 2011: 31.700 qm) „und dennoch hat sich Dresden“ nach Einschätzung von Markus Schmidt (Foto), Leiter AENGEVELT-RESEARCH, „in der 1. Liga der mittelgroßen deutschen Bürostandorte etabliert“. Die belegt u.a. auch der eindeutige Marktindikator „Spitzenmiete“: Derzeit werden in Dresden im Spitzensegment EUR 11,-/qm Bürofläche erzielt. Das ist ein Zuwachs von EUR 0,50/qm monatlich binnen Jahresfrist.
Prognose 2012
Obwohl die Dynamik im 2. Quartal 2012 merklich nachgelassen hat, prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH für das Gesamtjahr 2012 einen im Vergleich zu den letzten 5 Jahren (Ø 2007 bis 2011: 75.000 qm) überdurchschnittlichen Flächenumsatz von plus minus 80.000 qm.
Kleinere Flächen im Fokus der Nachfrage! Großabschlüsse selten
Im den boomenden Jahren (2008 bis 2010) bestimmten v.a. großflächige Anmietungen wie z.B. die Interimsanmietung der Stadt Dresden im „WTC“ sowie die Erweiterung der Telekom (Riesaer Straße) das Marktgeschehen. Seit dem vergangen Jahr hat sich das – breiter ausdifferenziert und damit strukturell günstiger – wieder gedreht, und der Büromarkt bzw. die Flächennachfrage wird besonders von jungen expandierenden Unternehmen mit kleineren Flächengesuchen geprägt.
Knapp 25 Prozent (1 HJ. 2011 36 Prozent) bzw. rund 7.200 qm wurden bei Anmietungen von Flächen < 250 qm registriert und 32 Prozent (1. Hj. 2011: 26 Prozent) bzw. 9.200 qm in dem Größensegment zwischen 250 qm und 500 qm. Ein Viertel (1. Hj 2011 ebenfalls 25 Prozent) der gesamten Flächenumsätze bzw. rund 7.300 qm entfiel auf Flächen zwischen 500 qm und 1.000 qm und etwa 18 Prozent (1. HJ. 2011: 13 Prozent) bzw. rund 5.300 qm entfielen auf das Segment ab 1.000 qm. Im Spitzenjahr Jahr 2010 wurden mehr als die Hälfte (rund 52 Prozent) der registrierten Flächenumsätze in dieser Flächenkategorie umgesetzt.
Dienstleister dominieren das Marktgeschehen
Ein Blick auf die Branchen verdeutlicht, dass die Nachfrage in Dresden, typisch für eine Landeshauptstadt, von Dienstleistern dominiert wird. Im ersten Halbjahr 2012 stellten unternehmensbezogene bzw. soziale Dienstleister mit rund 19.500 qm Bürofläche bzw. einem Anteil von rund 67 Prozent (1. Hj. 2011: 57 Prozent) am gesamten Büroflächenumsatz die bedeutendste Nachfragegruppe dar. Eine verhaltene Nachfrage analysierte AENGEVELT-RESEARCH im ersten Halbjahr 2012 seitens der Medien- und Kommunikationsunternehmen mit rund 4.000 qm Bürofläche bzw. 14 Prozent des gesamten Flächenumsatzes (1. Hj. 2011: 27 Prozent).


