Der größte deutsche Handelskonzern Metro hat 2011 einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das Konzernergebnis ging um rund 20 Prozent auf 741 Millionen Euro zurück (2010: 936 Millionen Euro). Der Umsatz des Düsseldorfer Handelskonzerns schrumpfte im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf 66,7 Milliarden Euro (2010: 67,3 Milliarden Euro). Insbesondere die Staatsschuldenkrise, eine hohe Arbeitslosigkeit und Sparprogramme in vielen Ländern Europas haben zu einer Kaufzurückhaltung bei den Kunden geführt, meldet das Unternehmen.
Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte 2,37 Milliarden Euro (-1,8 Prozent) und lag damit im Rahmen der Erwartungen. „Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in vielen Ländern spürbar schlechter als 2010 entwickelt. Dennoch ist es uns gelungen, Konzernumsatz und EBIT vor Sonderfaktoren nahezu auf dem Niveau des Vorjahres zu halten“, sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG.
Entwicklung der Geschäftssegmente “Galeria Kaufhof” und “Immobilien”
Der Umsatz von Galeria Kaufhof sank 2011 gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die untypische Witterung, vor allem das Weihnachtsgeschäft verlief schwach, hat den Verkauf von Saisonware beeinträchtigt. Darüber hinaus stellt Galeria Kaufhof den Verkauf des margenschwachen Techniksortiments ein, um die Verkaufsfläche mit für Warenhäuser typischen Produktkategorien wie Lederwaren, Schuhe und Accessoires profitabler zu nutzen. Das EBIT vor Sonderfaktoren sank um 17 Millionen Euro auf 121 Millionen Euro.
Das Immobiliensegment der METRO GROUP erzielte ein EBIT vor Sonderfaktoren in Höhe von 643 Millionen Euro. Dies ist ein Rückgang um 55 Millionen Euro der im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus dem aktiven Portfoliomanagement sowie aus niedrigeren Nettomieterträgen aufgrund abgegangener Standorte resultierte.
Metro-Ausblick
Die anhaltend schwierige volkswirtschaftliche Lage und der rückläufige Preisanstieg werden die Umsatzentwicklung 2012 voraussichtlich belasten, teilte der Handelskonzern mit. Dem gegenüber steht eine Vielzahl von Maßnahmen in allen Vertriebslinien, die Umsatzsteigerungen insbesondere auf vergleichbarer Fläche zum Ziel haben. Die METRO GROUP erwartet daher für das Jahr 2012 einen Umsatzanstieg. Im Zuge einer wirtschaftlichen Erholung rechnet der Konzern auch 2013 mit einer Fortsetzung der positiven Umsatzentwicklung.

