
Hochhaus und Luxus: Projektentwicklung Wohnen / Foto (Reinhold Knodel, Vorstand der PANDION AG): : (c) Kenneweg Property
Hochhaus und Luxus: Projektentwicklung Wohnen: Rund 140 interessierte Marktteilnehmer der gewerblichen Immobilienwirtschaft verfolgten im Rahmen des 28. ImmobilienStammtisch Rhein/Ruhr den Vortrag von Reinhold Knodel (Foto), Vorstand und Inhaber der PANDION AG in Köln zum Thema: „Projektentwicklung: Wohnhochhäuser – ein bekanntes Segment wiederentdeckt“. Olaf Kenneweg, Inhaber der KENNEWEG PROPERTY PERSONALBERATUNG (Köln), hatte hierzu am 23. April 2012 erstmals in den ROTONDA Business-Club in Köln zu dieser Veranstaltungsreihe eingeladen.
Reinhold Knodel erläuterte zunächst allgemein die spezifischen Merkmale von Wohnhochhäusern. Trotz hoher Kosten sieht Knodel folgende Investitionsgründe: Schutz, Repräsentation, Platzmangel und den Mehrerlös für Grundstückseigentümer bei einer Kaufpreiskoppelung an die BGF. „Darüber hinaus ist der immer unterschätzte besondere Ausblick ein klarer Pluspunkt. Auch in Gewerbeimmobilien hat der Vorstand sein Büro ganz oben“, ergänzt Knodel.
Was ist darüber hinaus das besondere an Wohnhochhäusern? Die Antwort von Reinhold Knodel: „Luxus! Moderne Wohnhochhäuser und Luxus gehören zusammen: Luxus der Höhe, Luxus des Ausblicks, Luxus der Lage, Luxus der Adresse, der ‚Landmarke‘, Luxus des Entrées, Luxus des Empfangs, ein Concierge-Service, der den Bewohnen das Gefühl der Sicherheit statt Anonymität vermittelt.“
Anschließend stellte Knodel drei Projekte der PANDION AG mit ihren Besonderheiten vor. Er begann mit dem „PANDION VISTA“, dem Kranhaus Nord im Kölner Rheinauhafen. Ursprünglich als Büro-Typologie geplant entstand hier ein mit Wasser umgebenes Wohnhochhaus. Mit Blick auf Dom, Brücken und den Rhein. Knodels Ausführungen nach galt es in der Umplanung folgende Punkte zu berücksichtigen: die Erstellung von Balkonen und Loggien („alles kleine Kranhäuser!“), das Erschließungskonzept, statische Restriktionen, der Brandschutz (Sprinklerung auch in Wohnungen). „Aufgrund der Restriktionen sind hier größere Wohnungen als bei ‚freier Planung‘ entstanden. Dies funktioniert aber nur bei sehr guten Lagen!“, so Knodel.
Als zweites Projekt stellte Knodel das bereits voll vertriebene und sich im Bau befindliche Projekt „PANDION IsarBelle“ in München vor. Hier wird die ehemalige Siemens-Hauptverwaltung ebenfalls zu hochwertig ausgestatteten Wohnungen umgewandelt. „Aufgrund des Hochhaus-Beschlusses, dass in München keine Hochhäuser in der Innenstadt entstehen dürfen, und der Orientierung der Bauhöhe an die Frauenkirche sind wir an den Stadtrand gegangen“, erläuterte Knodel.
Am Ende des Vortrags stand das Projekt „PANDION D’Or – Quartier Central“ in Düsseldorf-Pempelfort. Dieser Standort war ursprünglich für Gewerbe geplant. „Da das vorhandene Baurecht es jedoch zuließ und aufgrund unserer positiven Erfahrungen prüften wir auch hier die Errichtung eines Wohnhochhauses. In einem Architekten-Wettbewerb mit neun renommierten Büros fiel im Januar 2011 die Entscheidung zu Gunsten von HPP Architekten in Düsseldorf“, erklärte Knodel und merkte als Ergebnis des Wettbewerbs an, dass sich nicht jeder sehr gute Entwurf auch tatsächlich bauen lässt. Interessant waren anhand dieses Projektes auch die umfangreichen Tests im Windkanal, die insbesondere auch bei der Gestaltung der Balkone und Loggien hohe Bedeutung gehabt hätten.
Als Fazit des sehr anschaulichen und gleichsam kritischen wie unterhaltsamen Vortrags stand für Knodel fest: „Das Wohnhochhaus bietet eine Lösung mit Perspektive.“ Es schloss sich eine lebhafte Diskussion zwischen den Zuhören und dem Referenten an.
