Immer mehr Menschen wohnen in Deutschlands Millionenmetropolen. Immer mehr Menschen zieht es vom Land in die Stadt. Wie das Wochenmagazin “Stern” in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, leben rund 60 Prozent der Bundesbürger (rund 48,5 Millionen Menschen) in Städten. Rund 9 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung (rund 81 Millionen Menschen) leben allein in den vier Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln.
Vor allem die vier Millionenmetropolen Berlin, Hamburg, München und Köln sowie die Großstädte Frankfurt (Main), Stuttgart, Bonn, Wiesbaden und Freiburg hatten im Zeitraum von 1995 bis 2010 steigende Einwohnerzahlen zu vermelden. Spitzenreiter unter den Großstädten bei der Zunahme der Einwohnerzahl ist Deutschlands Hauptstadt mit 14,8 Prozent, gefolgt von Freiburg im Breisgau mit 12,5 Prozent und Bonn mit 11,5 Prozent.
Die bayerische Landesmetropole München hatte im gleichen Zeitraum ein Zuwachs von 9,4 Prozent zu verzeichnen. Auch in Frankfurt am Main und Hamburg (jeweils 4,6 Prozent), Köln (4,3 Prozent), Stuttgart (3,6 Prozent) und Wiesbaden (3,3 Prozent) hat die Zahl der Großstadtmenschen deutlich zugenommen.
Bessere Jobs, ein vielfältiges Kulturangebot, tolle Restaurants, ausgezeichnete Einkaufsmöglichkeiten und kurze Wege sind einige der Gründe, weshalb immer mehr Personen in Städten wohnen wollen. Das hat allerdings auch seinen Preis: Fürs Wohnen muss viel Geld auf den Tisch gelegt werden, da der Run auf die Städte zu einer Verknappung von Wohnraum und damit zu steigenden Miet- und Kaufpreisen führt.
Das soll sich, wenn es nach dem Willen des Ersten Bürgermeisters in Hamburg, Olaf Scholz (SPD) geht, in den kommenden Jahren ändern. “Mit Verdichtung und entschlossenem Wohnungsbau können wir für alle bezahlbaren Wohnraum schaffen”, so Scholz im Interview mit dem Wochenmagazin. Ein von Scholz aufgelegtes Bauprogramm für die Hansestadt sieht vor, Immobilien und Mietwohnungen für Durchschnittsverdiener wieder erschwinglich zu machen. So sollen jährlich 6.000 Wohnungen in Hamburg gebaut werden.
