Obwohl laut einer Umfrage jeder Dritte Angst vor einer Immobilienblase in Deutschland hat, hält der Immobilienrausch bei Kapitalanlegern weiterhin an. Die Nachfrage nach Immobilien zur Kapitalanlage ist kaum zu bremsen. 55 Prozent der Makler haben in den letzten zwölf Monaten ein deutlich gestiegenes Kaufinteresse beobachtet. Das ergibt die repräsentative Studie Marktmonitor Immobilien 2012 des Immobilienportals “immowelt.de” und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Besonders hoch ist das Kaufinteresse im Süden: Dort berichten 69 Prozent der Makler von einem signifikanten Nachfragezuwachs.
Zu wenig Objekte im Angebot
Die große Kauflust macht interessante Objekte allerdings zur Mangelware. Die Makler blicken deshalb selbstkritisch und mit Sorge auf ihr eigenes Angebot: 42 Prozent beurteilen ihr Angebot als deutlich zu gering. Im Süden Deutschlands fällt auch dieses Urteil drastischer aus: 59 Prozent der Makler glauben, dass ihr Angebot an Immobilien deutlich unter der Nachfrage liegt.
Einflussfaktor Finanzkrise
Dass sich Kapitalanleger verstärkt dem Immobiliensektor zuwenden, gar regelrecht ins “Betongold” flüchten, wird von mehreren Faktoren begünstigt: Seitdem die Schulden- und Finanzkrise in Europa anhält und Anleger einen Mangel an stabilen und attraktiven Anlagemöglichkeiten wahrnehmen, haben Immobilien Hochkonjunktur. Unterstützt wird die Nachfrage vom aktuell niedrigen Leitzins und den zinsgünstig angebotenen Darlehen.
Für den Marktmonitor Immobilien 2012 wurden 539 zufällig ausgewählte Makler aus ganz Deutschland befragt.Die gesamte Studie Marktmonitor Immobilien 2012 kann hier heruntergeladen werden: www.marktmonitor-immobilien.de.
