Schlecker-Insolvenz: Erste Angebote für die Drogeriekette

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27.03.2012 Autor: Kategorie: Top-News

Schlecker-Insolvenz: Erste Angebote für die Drogeriekette

Schlecker-Insolvenz: Erste Angebote für die Drogeriekette / Foto: (c) IN

Suche nach Schlecker-Investoren zeigt nach Angaben des Insolvenzverwalters erste Erfolge. Bei der Suche nach Investoren für die angeschlagene Drogeriekette Schlecker gibt es laut Angaben des Insolvenzverwalters erste Erfolge. Es seien ernst zunehmende Angebote eingegangen berichtet die “ARD-Tagesschau”. Für rund 11.000 Schlecker-Mitarbeiter ist aber immer noch nicht klar wie es weitergehen wird.

Die von der Kündigung bedrohten rund 11.000 Schlecker-Beschäftigten sollen nach Medienberichten 80 Prozent ihres letzten Nettolohns erhalten, wenn sie in eine extra zu gründende Transfergesellschaft wechseln. Sollte es keine Einigung über eine Auffanggesellschaft geben, stehen sie vor der Entlassung. Heute wollen mehrere Bundesländer entscheiden ob sie sich an einer finanziellen Lösung beteiligen werden.

Der Vorsitzende der Monopolkommission, Justus Haucap, hat die Politik indes eindringlich dazu aufgefordert, sich gegen die von den Bundesländern geplante Auffanggesellschaft für die Schlecker-Beschäftigten zu stellen. “In der Tat könnten hier die Marktwirtschaftler in allen Parteien mehr Flagge zeigen”, sagte der Direktor des Instituts für Wettbewerbsökonomie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf “Handelsblatt-Online”. Die geplante Subventionierung des Schlecker-Konzerns führe sonst die Marktwirtschaft “ad absurdum”.

Die Monopolkommission ist ein unabhängiges Beratungsgremium für die Bundesregierung auf den Gebieten der Wettbewerbspolitik und Regulierung. Haucap fragt sich, warum ausgerechnet Schlecker in den Genuss staatlicher Hilfen kommen soll. “Mir stößt auch sauer auf, dass große Unternehmen – egal wie schäbig sie sich in der Vergangenheit teilweise benommen haben mögen – anscheinend eine  Vorzugsbehandlung genießen, während kleinen und mittelständischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen diese Vorzugsbehandlung nicht zuteil wird”, sagte er.

Haucap betonte in diesem Zusammenhang, dass die Vermittlung der entlassenen Angestellten Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit sei. “Gerade im Fall Schlecker wird die das auch viel besser können als eine Transfergesellschaft, weil die Angestellten ja durch ganz Deutschland verteilt sind und nicht regional konzentriert”, sagte der Ökonom. Das sei für eine Transfergesellschaft eher ein Problem. (dts/in/uk)