Sparkassenpräsident: Ansturm auf Immobilien auf dem Höhepunkt

23.10.2012 Autor: Kategorie: Immobilien Nachrichten

Sparkassen-Präsident: "Ansturm auf Immobilien auf dem Höhepunkt"

SparkassenPräsident: “Ansturm auf Immobilien auf dem Höhepunkt” / Foto: (c) U. Koch

Vermögensbarometer 2012 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands: Sparbuch auf Platz 1 der Vorsorge – Immobilien machen den größten Sprung nach vorne.

Das Sparbuch ist mit Abstand die beliebteste Anlageform der Bundesbürger. Das ergab das Vermögensbarometer 2012, eine repräsentative Umfrage die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), in Auftrag gegeben hat. Sicherheit und vor allem die Möglichkeit, kurzfristig über sein Geld verfügen zu können, sind die wichtigsten Gründe, die für das Sparbuch und für verwandte Sparformen sprechen. Mit einem Plus von neun Prozentpunkten, dem größten in diesem Jahr, führt es die Liste der beliebtesten, tatsächlich in Anspruch genommenen Vorsorgeformen an (65 Prozent), vor der Rentenversicherung (65 Prozent), der Lebensversicherung (60 Prozent) und dem Bausparvertrag (55 Prozent).

Die Bundesbürger setzen bei der Altersvorsorge mehrheitlich auf die ganz klassischen Vorsorgeformen. Einen großen Sprung nach vorne machte im vergangenen Jahr die auch selbst genutzte Immobilie. 48 Prozent der Befragten nutzen sie als Altersvorsorge. „Viele Menschen suchen nach Sicherheit und finden sie für sich in einer selbst genutzten Immobilie. Die Nachfrage ist derzeit auf einem Höhepunkt,“ sagte DSGV-Präsident Georg Fahrenschon bei der Vorstellung des Vermögensbarometers 2012 zum diesjährigen Weltspartag heute in Berlin. Zukünftig wollen 30 Prozent der Sparer eine selbst genutzte Immobilie erwerben. Im Jahr zuvor waren es noch 36 Prozent. Ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage in Zukunft etwas nachlassen dürfte.

Wie aus dem Vermögensbarometer weiter hervor geht, sieht sich die Mehrheit der Bundesbürger heute in einer besseren finanziellen Verfassung als vor der Finanzkrise. Laut Vermögensbarometer 2012 beurteilen 57 Prozent der Deutschen ihre Finanzen als „sehr gut“ oder „gut“. 2005 lag der Anteil noch bei 40 Prozent. Tatsächlich sind die verfügbaren Haushaltsnettoeinkommen im ersten Halbjahr 2012 weiter angestiegen, im Durchschnitt um 2,8 Prozent. „Optimismus“ steht auch über den Erwartungen für die nächsten Jahre. Mehr als vier von fünf Bundesbürgern gehen von einer verbesserten oder zumindest gleichbleibenden finanziellen Situation in den nächsten Jahren aus.

Die Konsumfreude der Deutschen ist laut Vermögensbarometer weiter gestiegen. Der Anteil derjenigen, die ihren Konsum einschränken wollen, hat sich in den vergangenen sieben Jahren nahezu halbiert. Aktuell beabsichtigen nur noch 20 Prozent der Befragten ihre Konsumausgaben reduzieren zu wollen. 71 Prozent hingegen wollen unverändert viel ausgeben, acht Prozent sogar mehr konsumieren. Bei den unter 30-Jährigen liegt dieser Anteil bei 19 Prozent und damit besonders hoch. Hingegen ist der Bedarf nach Konsumgütern bei der älteren Generation deutlich geringer. Bei den 50-59 Jährigen wollen 27 Prozent ihre Ausgaben einschränken.

Das Vermögensbarometer 2012 ist eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Untersucht werden die Einstellungen der Bundesbürger zur Vermögensbildung und zur Altersvorsorge. Für das Vermögensbarometer wurden 2.000 Bundesbürger vom Meinungs- und Wirtschaftsforschungsinstitut icon befragt.