Ratingagentur Standard & Poor´s prüft Bonität der Euro-Zone und droht Deutschland mit Entzug der besten Bonitätsnote “AAA”. Deutschland läuft Gefahr auf dem internationlaen Finanzmarkt seine Bestnote “AAA” zu verlieren. Die US-Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) setzte den wirtschaftlichen Ausblick auf negativ. Auch die Kreditwürdigkeit Frankreichs, Finnlands, der Niederlande, Österreichs und Luxemburgs sowie 9 weiterer Euro-Staaten stehe unter Beobachtung, teilte die Ratingagentur mit.
Grund sei die sich verschärfende Schuldenkrise in Europa. S&P spricht von einer Vertiefung der politischen, finanziellen und monetären Probleme innerhalb der Eurozone von der auch das Wirtschaftswachstum Deutschlands betroffen sein könnte. Zudem wurde in der Begründung der Bonitätswächter das bisherige Handeln und die Entscheidungsfindung der Euro-Politiker als unkoordiniert und unentschlossen bewertet.
Durch eine negative Bewertung ist eine Herabstufung der Bonität innerhalb der nächsten 90 Tage möglich. Deutschland drohen damit künftig höhere Zinsen für geliehenes Geld an den Kapitalmärkten.
S&P will seine Überprüfung der Bonität nach dem in dieser Woche stattfindenden EU-Gipfel abschließen. Danach könnte für Deutschland die Bonitätsnote eine Stufe niedriger auf “AA+” sinken. Umgekehrt könnten die Bedenken mit einem erfolgreichen EU-Gipfel gemildert und die Bestnote “AAA” bestätigt werden.
