Wohnimmobilien in deutschen Großstädten immer teurer

02.08.2012 Autor: Kategorie: Schlagzeilen

Wohnimmobilien in deutschen Großstädten immer teurer

Wohnimmobilien in deutschen Großstädten immer teurer / Foto: (c) U. Koch

Wohnimmobilien in Deutschland immer teurer – vor allem in den fünf deutschen Großstädten. Die US-Ratingagentur Standard & Poor`s hat trotz Euro-Schuldenkrise die Top-Bonität Deutschlands bestätigt. Wie die Agentur am Donnerstag mitteilte, bleiben die Kreditwürdigkeit “AAA” und der Ausblick “stabil” bestehen. Zuletzt hatte die andere große US-Ratingagentur Moody`s den Ausblick für die Bundesrepublik auf “negativ” gesenkt und damit für Aufregung gesorgt.

Stabil verharrt auch der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) auf seinem Rekordtief. Der Leitzins im Euro-Raum bleibt unverändert bei 0,75 Prozent. Das teilte die EZB nach ihrer Ratssitzung ebenfalls am Donnerstag mit.

Stabil zeigt sich auch der Immobilienmarkt – zumindest was die Preissteigerungen betrifft. Immobilien in Deutschland werden immer teurer, vor allem die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das gilt nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln besonders für die fünf deutschen Großstädte, wo die Werte von Wohnungen und Häusern nahezu konstant ansteigen.

Laut der am Donnerstag vorgelegten Studie stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Vorjahr in Berlin, Hamburg und München jeweils um 8 bis 9 Prozent, in Frankfurt/Main um gut 6 Prozent und in Köln um knapp 5 Prozent.

In Hamburg erhöhten sich die Preise für ETW´s von 2003 bis 2011 um 31 Prozent. In Berlin im gleichen Zeitraum sogar um satte 39 Prozent. Moderater war die Entwicklung hingegen in München mit 23 Prozent und Frankfurt / Main, wo die Preise um 14 Prozent anstiegen. Damit lagen die großen Städte – außer die fünfte betrachtete Stadt, Köln – aber immer noch über dem Bundesdurchschnitt von 10,5 Prozent.

Doch Bedenken, es könnte sich wie in den USA, Irland oder Spanien eine Preisblase bilden, sind unberechtigt, teilten die Wirtschaftsexperten mit. So ist trotz extrem niedriger Zinsen weder eine expansive Kreditvergabe noch eine sehr hohe Kauf- und Wiederverkaufsrate zu beobachten. Zudem hat die Entwicklung der Mieten mit der Entwicklung der Preise Schritt gehalten. Somit sind die teuren Immobilien eher Ausdruck einer großen Nachfrage sowie ein Zeichen für die Attraktivität der deutschen Metropolen.

Wohnungspreise: München teuerstes Pflaster

Wie das Wirtschaftsinstitut weiter mitteilte, sind die höchsten durchschnittlichen Wohnungspreise nach aktuellen Zahlen (1. Quartal 2012) in München mit gut 4.200 Euro pro Quadratmeter zu bezahlen (I. Q. 2007: 3.140 Euro). Mit deutlichem Abstand folgen die Städte Hamburg mit 3.100 Euro (I. Q. 2007: 2.370 Euro) und Frankfurt am Main  mit 2.900 Euro (I. Q. 2007: 2.450 Euro).

Wiederum deutlich günstiger sind die Eigentumswohnungen in Berlin mit einem Angebotspreis von 2.200 Euro (I. Q. 2007: 1.780 Euro) und Köln mit 2.100 Euro (I.Q. 2007: 1.860 Euro).